Im Zuge der Stadtmauer erhebt sich der Steigberg.
Es handelt sich hierbei um eine Treppe, die in die Stadt führt.
Der darüber gebaute Wehrturm diente zur Sicherung.
Vor dem Turm war mal eine halbrunde Bastion und ist nur noch als angeschütteter Erdhügel zu erkennen.

    
    


Die klassische Elbansicht der Roßpforte mit ihrem Wehrturm.
Die Roßfurt ist ein von hohen Mauern eingefasster Hohlweg, der in die Stadt hinauf führt.
Die Brücke über die Roßfurt stellt eine Kreuzung von zwei Straßen,
innerhalb der Stadt in unterschiedlichen Ebenen dar.
Es ist das einzige mittelalterliche Bauwerk dieser Art, das in Norddeutschland noch erhalten ist.

      

Blick von der Brücke und  . . . . . . .

    

. . . . unter dem Tor und der Brücke in die Roßfurt stadteinwärts.

Aus einem alten Gemäuer entstand hier die "Pension Rossfurt"


In der Roßpforte befindet sich das einzige Eisenband,
auf dem Höchstwasserstände der Elbe in Tangermünde registriert sind.
Da auf der alten Messlatte keine Meterangaben sind, wurde parallel eine neue angebracht und zeigt uns
den Höchstwasserstand (7,67 m) vom 20.08.2002.

leider nicht mehr vorhanden

1425 im Frühjahr brach der Hemertsche Deich und setzte Stendal so unter Wasser, daß man in der Marienkirche einen Fisch fing.

 Zum Andenken ist ein blechener Fisch an einer Kette befestigt und an einen Pfeiler
(9 Fuß über dem Straßenpflaster) aufgehängt. 1595 gleichfalls im Frühjahre setzte die Elbe Stendal, Werben und
andere Oerter unter Wasser und ersäuft Menschen und Vieh. Zum Andenken dieser ungeheuern Ueberschwemmung ließ der Magistrat zu Tangermünde ein eisernes Zeichen in der Mauer befestigen, wie er schon einmal 1569 nach einer ähnlichen Begebenheit gethan hatte. Dies Eisen ist nicht mehr vorhanden, daß nach Helmreichs Annalen der Magistrat
cloacae publicae ferreum signum affigendum curativ
["Der Magistrat für öffentliche Entwässerung ließ ein eisernes Zeichen befestigen."].
Allein die Stelle, wo es war, ist am inneren Rande des Elbthorthurms (nach der Stadtseite zu) zu sehen,
etwa 10 Zoll im Quadrat, 1 Zoll tief eingemeißelt, und wenn das Wasser bis dahin gereicht hat,
so ist es 200 Zoll über unserem Nullpunkte gewesen, welche erstaunliche Höhe nur bei einer gewaltigen Eisstopfung möglich ist.
(Zitat aus: "Geschichte der Stadt Tangermünde seit Gründung derselben bis zu dem laufenden Jahre 1829")


Nun gehen wir weiter in Richtung Hafeneinfahrt und betrachten noch einmal
im Rundblick die Wehrhaftigkeit der Stadtmauer mit ihren Türmen.

    

Hier sind die seltenen kaukasischen Nussbäume zu sehen.


Dieser Eckturm trägt seit 1724 ein Gartenhaus und beendet die elbseitige Ansicht der Stadtmauer,
die im rechten Winkel in Richtung Chor der Kirche weiter verläuft.

      Eckturm mit Gartenhaus


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