Hafen - Elbe - Promenade

Wir stehen jetzt an der Stadtmauer bei den Putinnen, hoch über der Elbe. Es sind zwei Türme, die etwa 30 Meter voneinander entfernt auf der Stadtmauer stehen. Sie schützen eine kleine Treppe, die einen Zugang zum Fluss bildet. Die Stadt besaß im 18. Jahrhundert nur 12 Brunnen, die mitunter kaum das nötige Trinkwasser liefern konnten. Der östliche Turm ist eine Zeitlang Bürgergewahrsam gewesen. Von 1819 bis 1833 war in ihm das erste Eichamt der Altmark untergebracht. Wir steigen die Treppe hinab, die durch einen der beiden Türme hindurchführt, und gelangen so zu dem eindrucksvollsten Teil der Stadtmauer. Tangermünde ist eine der wenigen Städte in Norddeutschland, deren mittelalterliche Mauer auch heute noch fast lückenlos steht. Sie wurde um 1300 oder etwas später errichtet und ist auf der Elbseite noch annähernd in voller Höhe erhalten. Ursprünglich dürfte die Mauer frei vor dem Steilhang gestanden haben. Später wurde der Winkel zwischen Mauer und Abhang aufgefüllt. Das führte zu einer Schubwirkung, welche die Mauer nach und nach einstürzen ließ. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war sie streckenweise durch Palisaden und Wällerwände notdürftig ausgeflickt. Von der alten Mauer steht daher nur noch der Unterbau. Im übrigen musste sie neu aufgeführt werden. Dabei setzte man Strebepfeiler als Stützen davor. Friedrich II. von Preußen forderte den Wiederaufbau der Mauer, da sie den Schmuggel verhindern sollte. Der gesamte Verkehr hatte durch die Stadttore zu gehen, wo die Akzise erhoben wurde. Stellenweise ist die Mauer 1885 völlig erneuert worden, was am kleineren Steinformat zu erkennen ist. Der Backstein des Mittelalters hatte größere Abmessungen. Trotz allem ist aber die ursprüngliche Wirkung der Gesamtanlage recht gut erhalten geblieben. Wir gehen auf dem Weg unterhalb der Stadtmauer weiter.

          

Bei einem Blick über die Mauer zwischen den beiden Türmen, sehen wir vor uns den Hafen
und in weiter Ferne Elbwiesen, und die Türme des Klosters Jerichow.
Juni 2002     18. August 2002    

Beide Bilder vom gleichen Standort
  im Juni 2002                             und 2 Monate später                            im August 2002

Die Umgestaltung der Promenade, die bis Juni 2009 andauerte, ist nun abgeschlossen.
Und wenn Dr. Opitz in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der Stadt sagte,
"Die Altstadt ist unsere gute Stube und die Hafenpromenade hier unsere Veranda",
so kann man dem nur zustimmen. Tangermünde ist um eine touristische Attraktion reicher geworden.

    


Blick von oben     Blick von unten


      


Nach der Umgestaltung der Hafenpromenade gibt es jetzt zwei "Flaniermeilen". Die eine führt an der Stadtmauer entlang, ist umsäumt von Rasenflächen und ausreichend Sitzgelegenheiten. Die 2. führt entlang der Wasserkante. Auf den einzelnen Bastionen befinden sich Gegenstände, die an eine Nutzung als Industiehafen erinnern.

    

am Hafen     am Hafen

Anker     Greifertasche

    

 


Dieser Gedenkstein ist dem Baurat Heekt und dem Lehrer Wille gewidmet,
denen die Stadt die Grünanlagen seit 1893 verdankt.
Ursprünglich lief hier der Stadtgraben entlang, der mit dem Tanger (heute Hafenbecken) in Verbindung stand.


Dieser Abschnitt der Stadtmauer wurde bis zum Herbst 2003 restauriert.
Der hier sichtbar verputzte Anbau an der Stadtmauer ist ein Überbleibsel einer 1815 angelegten Wasserkunst.
Dieses Pumpwerk versorgte damals eine Brauerei und einen öffentlichen Brunnen in der Stadt mit Tangerwasser.
Ursprünglich lief an der Mauer der Stadtgraben entlang, der mit dem Tanger (heute Hafenbecken) in Verbindung stand.


Das im April 2010 neu eröffnete "Hafen-Cafe" erwartet Sie täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

neue Promenade     neue Promenade

Schiffsantriebsschraube     Anker

Infotafel     Stadtplan


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