Die Burganlage

Etwa 10 bis 15 Meter hoch über dem Zusammenfluss von Tanger und Elbe liegt die Burg. Sie wurde 1009 erstmals urkundlich erwähnt. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts war die Burg im Besitz des Markgrafen von Brandenburg und galt im Mittelalter als die stärkste Festung der Mark Brandenburg. 1373 erwarb Karl IV., römisch-deutscher Kaiser und König von Böhmen, die Mark. Bis 1378 war die Burg Tangermünde eine Nebenresidenz zum Hradschin in Prag. Mit einer Ausdehnung von 150 x 115 Metern gehört sie zu den größten Höhenburgen Norddeutschlands. Auf drei Seiten umschließt der Mauerring, der aus der Zeit Karl IV. stammen dürfte, noch heute den ehemaligen Burghof. An der Ostecke steht im Verband mit der Burgmauer der Kapitelturm. Im Inneren des Burghofes befinden sich sogar noch das ursprüngliche Tanzhaus. (alte Kanzlei) Durch umfangreiche Restaurierungen können die Innenräume für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.



Beim Betreten der Burganlage werden wir vom Gefängnisturm begrüßt. Ende des 15. Jh. wurde dieser Turm als zusätzliche Sicherung der Burganlage erbaut. Im 18. Jh. fügte man Gefängniszellen ein,
was dem Turm dann seinen Namen gab.

Burgmauer mit Kanzlei     Eingangstor mit Gefängnisturm

                                     Blick vom Hafen zur Burg                                                    Burgmauer mit Gefängnisturm


Burgmuseum

Dieses Haus, Schlossfreiheit 5, heute Burgmuseum, ist das älteste erhaltene Tangermünder Wohnhaus. Es wurde von den Gebrüdern Krull um 1543 erbaut und ihre Portraits haben sich in Form von Medaillons links und rechts der Eingangstür erhalten. 1998 wurde hier das Burgmuseum eingerichtet, das die Geschichte der Burg dokumentiert. Von 1308 bis 1463 war die Tangermünder Burg Herrschaftsmittelpunkt der Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg. Kaiser Karl IV. schrieb hier Reichsgeschichte: Im Rahmen eines großen Hoftages am 29. Juni 1374 vollzog er die Erbeinigung der Mark mit dem Königreich Böhmen. Auf der Burg ausgestellte Urkunden, Rechts- und Sakralzeugnisse geben einen Eindruck in die drei Komplexe einer spätmittelalterlichen Residenz: Kanzlei, Gericht und geistliche Stiftung. In einem zweiten Themenkreis ist die Burg als brandenburg - preußisches Amt von 1463 bis 1869 dargestellt. Die Neugestaltung der Burganlage um die Jahrhundertwende bildet den Abschluss der Ausstellung.
Das Fachwerkobergeschoss wird dem 17. Jahrhundert zugeordnet.


Aufgang zur Burg   Burgtore

Das Eingangstor zur Burg Tangermünde.


Kanzlei     Eingang

Vor uns steht die so genannte Kanzlei, es ist das einzige erhaltene Gebäude aus dem 14. Jahrhundert
und war einmal das Tanzhaus und für Festlichkeiten am Hofe bestimmt.


Schlosshotel    

Dieses Gebäude wurde um 1700 vom preußischen König Friedrich I. errichtet und hatte verschiedene Umbauten erfahren müssen, bis es ein "Schlosshotel" wurde.

Ein "Klick" auf das Bild und Sie sind "im Hotel" und können auf dem Link Historie,
die Geschichte der Burg Tangermünde nachlesen.


alte Kanzlei     von der Seite

Auf dem Burghof

    

Ein Blick über die Mauer


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